Wie Studentinnen ihr Studium finanzieren

Ein Studium kostet heute pro Monat 800€ oder mehr, abhängig vom gewählten Studiengang und dem Studienort. Neben der Miete und den Kosten für den Lebensunterhalt kommen Ausgaben für Bücher, Semesterbeitrag, Freizeit und andere Dinge hinzu. Damit sich Frauen ein solches Studium leisten können, können sie auf verschiedene Einnahmequellen zurückgreifen.

Die erste Einnahmequelle ist das Bafög (=Bundesausbildungsförderung). Sie ist abhängig vom Einkommen der Eltern und jedes Jahr muss ein Antrag gestellt werden. Nach dem Ende des Studiums ist die Hälfte des Bafög dann wieder an den Staat zurückzuzahlen. Gefördert wird allerdings nur eine bestimmte Zahl an Semestern, danach sind Studentinnen finanziell auf sich alleine gestellt.

Eine weitere Form der Finanzierung sind sogenannte Studienkredite und Bildungsfonds. Studienkredite haben den Vorteil, dass sie unabhängig vom eigenen oder dem Einkommen der Eltern gewährt werden. Der Bildungsfonds wiederum besitzt den Vorteil, dass die Rückzahlung an das zukünftige Einkommen gekoppelt ist. Verdient man also wenig, muss man auch eine geringere Rate abzahlen. Allerdings müssen sowohl der Studienkredit als auch der Bildungsfonds komplett zurückgezahlt werden, eine Teil-Rückzahlung ist nicht vorgesehen.

Beliebt in größeren Städten sind auch Jobs im Gastronomiebereich. Diese haben den Vorteil, dass die Arbeitszeiten meist in den Abendstunden bzw. am Wochenende sind, so dass ein solcher Job sich gut mit den Studienzeiten kombinieren lässt. Eine weitere Möglichkeit sind Schreibarbeiten in einem Büro. Dafür sind lediglich grundlegende Computerkenntnisse notwendig. Diese Arbeit kann je nach gewähltem Studienfach auch den Vorteil bieten, dass man über das Studium hinaus Kontakte in die Arbeitswelt knüpft. Viele Studentinnen bewerben sich außerdem bei Zeitarbeitsfirmen und können dann bei geeigneten Angeboten diese annehmen. Sehr populär ist auch die Arbeit in einem Callcenter. Hier telefonieren Studentinnen mit potentiellen Kunden oder nehmen Aufträge für eine Bestellung entgegen. Besondere Kenntnisse sind nicht notwendig, meist findet eine zwei- bis dreiwöchige Schulung statt, die bereits vergütet wird. Da die Arbeitszeiten auch am Abend oder am Wochenende sein können, lassen sich Studium und Nebentätigkeit gut miteinander verbinden.

Studentinnen können aber auch eine Tätigkeit in den eigenen vier Wänden ausüben. Dazu bietet sich die Arbeit als Webcam Girl an, denn wenn eine Frau ein Webcam Girl werden will, ist lediglich ein Computer, eine Kamera, eine Internetverbindung und ein hübsch eingerichtetes Zimmer notwendig. Studentinnen können hier verschiedene Dienste anbieten, die dann von den Zuschauern meist per Kreditkarte oder über eine andere Zahlungsplattform beglichen werden. Die Tätigkeit ist zeitlich unabhängig, man kann auch nachts arbeiten oder am Wochenende und damit lässt sich das Budget einer Studentin aufbessern.

Eine weitere Möglichkeit ist das Erteilen von Nachhilfestunden in verschiedenen Fächern. Das können Studentinnen entweder privat anbieten oder sie arbeiten in einem Bildungsinstitut. Ebenfalls zeitlich flexibel ist man als Servicekraft im Supermarkt, wo es darum geht, die Ware in die Regale einzuräumen. Auch hier ist keine lange Einarbeitung notwendig, die Tätigkeit ist einfach und kann an sechs Tagen in der Woche ausgeübt werden.

Daneben gibt es auch sogenannte Stipendien. Der große Vorteil dabei ist, dass das Geld tatsächlich geschenkt ist und nicht zurückgezahlt werden muss. Meist reicht das Aufsetzen eines Motivationsschreibens und eines Lebenslaufes. Daneben kann man von den Eltern auch verlangen, dass das Kindergeld ausgezahlt wird. Damit finanziert man sein Studium nicht komplett, aber einen kleinen Teil.

Immer wieder gerne finanzieren Studentinnen ihr Studium auch durch das Babysitting. Auch dazu benötigt man keine Ausbildung, sondern lediglich eine positive Einstellung zu Kindern. Vor allem älteren Menschen kann man auch bei ihren Einkäufen oder bei der Pflege des Gartens helfen. Hier wird ein Stundenlohn oder ein fester Betrag gezahlt. In größeren Städten kann man sich bei der Tourismusbranche auch als Stadtführer oder als Mitarbeiterin in einem Museum bewerben.

Eine andere Möglichkeit der Studienfinanzierung stellt die Arbeit in einem Lager dar. Oder man bewirbt sich als Verkaufsaushilfe in einem Modegeschäft.

In aller Regel werden Studentinnen ihr Studium nicht über eine Finanzierungsquelle zahlen, sondern durch mehrere. Das hat den großen Vorteil, dass man nicht von einer Finanzierungsmöglichkeit abhängig ist. Auf diese Weise lässt sich praktisch jedes Studium bezahlen.

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